Text: H. Birkenheuer und L. Kirchmeyer
Grafik und Foto: H. Birkenheuer

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4. Lagerausführung

4.1 Die mögliche Lagerumwehrung des ersten römischen Feldlagers.


Das erste Feldlager an der Erftmündung war die Basis für weitere römische Lager 2*). Der neue Standort wurde ständig erweitert als gesicherte Rückzugsbasis für im Umfeld agierende römische Truppen. Die Lagersicherung konnte nur mit den vor Ort vorgefundenen Materialien vorgenommen werden.
Da man bisher keine Hinweise von hölzernen Konstruktionen gefunden hat, kann mann davon aus gehen, dass die erste Lagerumwehrung aus den beiden gefundenen Spitzgräben, mit einem dahinter liegenden - mit Grassoden gesicherten - aufgeworfenen Erdwall bestand. - Abb. 4 - .


Abb. 4 - Mögliche Ausführung der Lagerumwehrung des ersten Feldlagers

Erfasste Doppelgräben von Harald von Petrokovits 4*)
Ergänzter Lagerwall von H. Birkenheuer

Die Brustwehr könnte zuerst ein Flechtwerk gewesen sein - Abb. 5 -, dass neben seiner einfachen und schnell zu errichtenden Bauweise noch den Vorteil hatte, dass Wurfgeschosse stecken blieben und bei Schlaghieben elastisch nachgab.

Brustwehr

Abb. 5 - Mögliche Ausführung der geflochtenen Brustwehr

4*) Harald v. Petrokivits - Die Grabungen in Neuss / S. 457